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ETAL3-ASAP Studie der DKMS

Vergleich der Ergebnisse zweier Behandlungsstrategien für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) – Gert und Susanna Mayer Stiftung fördert Therapiestudie mit bis zu 100.000 Euro.

 

Ende 2015 startete die ETAL3-ASAP Studie der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), in der es um die bestmögliche Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) geht, die eine Stammzelltransplantation benötigen. Oftmals stehen für AML-Patienten mehrere Therapiestrategien zur Verfügung, wobei unklar ist, welche die besten Ergebnisse erzielt.

 

Die ETAL3-ASAP Studie wendet sich an die Patienten, die schlecht auf eine Standard-Chemotherapie ansprechen oder ein Rezidiv (Rückfall) erlitten haben und damit zur sogenannten Hochrisikogruppe gehören. Es werden zwei Behandlungsstrategien für diese Hochrisiko-AML-Patienten miteinander verglichen und das Gesamtüberleben untersucht:

a) die „Standard-Strategie“, bei der Patienten zunächst mit Chemotherapie und hochdosierten Medikamenten und erst anschließend mit einer Blutstammzelltransplantation behandelt werden,

b) die „kontrollierende Strategie“ mit reiner Beobachtung oder Gabe von niedrigdosierten Medikamenten sowie einer so schnell wie möglich erfolgenden Blutstammzelltransplantation.

 

Die Laufzeit der Studie beträgt fünf Jahre: In dieser Zeit sollen insgesamt 308 Patienten an verschiedenen behandelnden Kliniken in die Studie eingeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro.

 

Sollte sich als Ergebnis der Studie bestätigen, dass statt einer hochdosierten auch eine Chemotherapie in niedriger Dosis ausreicht, könnte dies die Standard-Therapie bei dieser Patientengruppe nachhaltig verändern und die Überlebenschance vergrößern. Die Gert und Susanna Mayer Stiftung stellt für das Vorhaben bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit der DKMS leistet sie so einen Beitrag die Heilungschancen von an AML erkrankten Kindern und Jugendlichen zu erhöhen.