Nach oben

Niemand ist alleine krank - Krebserkrankte und Angehörige im betrieblichen Setting

Krebserkrankungen haben Einfluss auf die Arbeitswelt. Viele Betroffene haben bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Wie lässt sich mit Berührungsängsten und offenen Fragen am Arbeitsplatz umgehen? Die Gert und Susanna Mayer Stiftung unterstützt in diesem Zusammenhang von April 2019 bis März 2020 ein Projekt der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

 

In Nordrhein-Westfalen leben 300.000 Menschen mit einer Krebserkrankung. Zunehmend beeinflusst die Erkrankung auch die Arbeitswelt, denn rund 63% der an Krebs Erkrankten kehren an ihren Arbeitsplatz zurück und stehen vor ungewohnten Herausforderungen und veränderten Situationen. Aber auch Menschen im sozialen Umfeld von Betroffenen stehen vor neuen Aufgaben, weil sie möglicherweise erstmals mit Krebs konfrontiert sind. Um hier Hilfestellungen anbieten zu können, unterstützt die Gert und Susanna Mayer Stiftung mit rund 11.900 EUR das Seminarangebot „Niemand ist alleine krank“ der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

 

Dieses Seminarangebot richtet sich an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Es kann als Modul der betrieblichen Gesundheitsförderung bei der Krebsgesellschaft NRW gebucht werden. Die 90-minütigen Vorträge richten sich vornehmlich an Kollegen von Krebsbetroffenen oder Angehörigen- bzw. Bekanntenkreis, aber auch an Interessierte. Die Referenten sind qualifizierte und erfahrene Psychoonkologen aus ambulaten psychosozialen Krebsberatungsstellen der Region.

 

Mit dem Seminarangebot werden zwei Ziele verfolgt. Einerseits die Teilnehmer durch Information und Austausch für den offenen Umgang mit Krebs zu stärken und andererseits die Enttabuisierung von Krebs sowohl im Betrieb als auch im Alltag voranzubringen.  Die anderthalbstündigen dialogisch aufgebauten Vorträge sollen dabei unterstützen, die Kommunikation zu stärken und Verständnis zu schaffen. Themenschwerpunkte sind Stress- und Belastungsfaktoren von Krebspatienten, Herausforderungen für Angehörige und Herausforderungen im Umgang mit Betroffenen im Kollegenkreis. Partner des Programms sind zunächst sieben ambulante psychosoziale Krebsberatungsstellen in den Städten Bochum, Düsseldorf, Essen, Herford, Köln, Münster und Wuppertal. Unter der Federführung der Krebsgesellschaft NRW sind diese Beratungsstellen seit 2015 im „Qualitätsverbund Krebsberatung NRW“ zusammengeschlossen. Gemeinsam mit der Krebsgesellschaft NRW leistet die Gert und Susanna Mayer Stiftung mit diesem Projekt einen Beitrag, die Versorgung von Krebspatienten zu optimieren.